A EUROPEAN LANGUAGES PROJECT

Zum Thema Lernstandsmessung für Sprachen in England

19. Mai 2016

Seit September 2014 ist in England das Erlernen von Fremdsprachen für Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren Pflicht. Im National Curriculum in England (http://tiny.cc/LangPoS) wird die Erwartung formuliert, dass Lehrkräfte umfangreichen Fortschritt mit ihren Schülerinnen und Schülern in mindestens einer modernen oder wahlweise auch einer alten Sprache anstreben. Allerdings werden vom Bildungsministerium nur vage Vorgaben für die Inhalte des Unterrichts und für die Beurteilung der Leistung im Grundschulbereich gegeben. Schülerinnen und Schüler sollen laut Curriculum bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Fremdsprache entwickeln. Wie dies aber gemessen oder erreicht wird, sei den Schulen selbst überlassen. Verständlicherweise sind Lehrkräfte über die Vergleichbarkeit und Einheitlichkeit solcher Leistungsmessung beunruhigt. Ihr Anliegen ist außerdem ein möglichst reibungsloser Übergang von der Primar- zur Sekundarschule.

Deshalb arbeitet der Sprachlehrerverband (Association for Language Learning) mit dem Primarschul-Sprachen-Ausschuss des Ministeriums zusammen und informiert seine Mitglieder auch darüber, welche Bewertungsmethoden von Lehrkräften in verschiedenen Landesteilen entwickelt wurden. Diese sind frei wählbar und zugänglich. Lehrkräfte können sie ihren eigenen Bedürfnissen anpassen.

Beispiele verschiedener Bewertungsmethoden innerhalb des Landes

Rachel Hawkens hat ein System entwickelt, welches an das Nationale Curriculum anknüpft und in Schulen im Raum Cambridgeshire und Sheffield genutzt wird. Das 10-Schritte-System wird hier beschrieben: http://tiny.cc/LifeAfterLevels

Lancashire hat ein System namens KLIP (Key Learning in Progress) für jedes Fach entwickelt, welches Lehrkräfte bei der Leistungsüberprüfung in der Grundschule unterstützen soll. KLIP ist eine Leistungsleiter, die eindeutige Kompetenzziele zur Leistungsmessung formuliert.

Janet Lloyd leitet das ‚Primary Languages Network‘ in Nord West England. Dieses Netzwerk hat die „12 KS2 Programme of Study Statements“ (http://tiny.cc/LangPoS) und die „KS2 Framework Learning Objectives“ (http://tiny.cc/KS2FrameworkLOs) verglichen und daraus ein eigenes Bewertungssystem entwickelt: www.primarylanguages.net.

County Durham´s Assessment Bank (eine Prüfungsbehörde) hat Ziele zur Überprüfung der Leistung in Form von Kann-Sätzen aufgestellt. (z.B. „Schülerinnen und Schüler können beim Hörverstehen zwischen den Zahlen 1-12 unterscheiden.“)

Caroline Norman, Home Language Accreditation (HoLA) Projekt Managerin bei Languages Sheffield (http://tiny.cc/HoLA) benutzt die ASDAN Language Units, welche in zusammenarbeitet mit ALL erstellt wurden: http://tiny.cc/ASDANLangs. Dieses Programm erkennt u.a. Leistungen an, die in häuslicher Arbeit erworben wurden und erfasst auch Leistungen von bilingualen Lernern.

Warwick Universität hat für die eigenen Schulpartner Materialien sowie Online-Training-Module erstellt, die langfristigen Lernfortschritt zum Ziel haben: http://www2.warwick.ac.uk/primarymfl.

Betrachtet man diese verschiedenen Methoden zur Leistungsbewertung, so bietet das LANGUAGE MAGICIAN Projekt eine gute Gelegenheit, einen gemeinsamen Nenner bei den eher vagen Standards des Fremdsprachencurriculums zu finden. Ziel des Projekts ist es, Grundschullehrkräften ein leicht zu handhabendes, standardisiertes und motivierendes Hilfsmittel für Fortschrittsmessung zur Verfügung zu stellen. Das Format – ein Computerspiel ­­­– wird zweifellos viele dankbare Fans im In- und Ausland finden. Wir können es kaum erwarten, unser ambitioniertes Projekt in die Schulen zu bringen.

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